Neues vom Caritasverband für Stadt und Landkreis Passau e. V.

Das ist EUTB

Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben sowie umfassende Teilhabe an sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen. Dies soll u.a. durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) erreicht werden. Im Rahmend es BTHG werden deutschlandweit sogenannte EUTB-Beratungsstellen eingeführt. Eine dieser Beratungsstellen ist seit April 2018 beim Caritasverband für Stadt und Landkreis Passau e.V. im Konradinum verortet.  

Die EUTB (= Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung) ist zuständig für

  • Menschen mit bestehenden oder drohenden Behinderungen.
    Angehörige und PartnerInnen von Menschen mit Behinderungen.
    MitarbeiterInnen im Auftrag einer Institution, Organisation oder Behörde (z.B. Krankenkassen, Integrationsfachdienste)

Es werden z.B. Fragen zu... Assistenz, Hilfsmitteln, Arbeit und Beruf, Finanziellen Leistungen,     Wohnen, Freizeitgestaltung, Familie und Partnerschaft beantwortet

Die EUTB berät...auf Augenhöhe, unabhängig von Trägern, ergänzend zur Beratung anderer Stellen; in der EUTB-Beratungsstelle des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Passau e.V. werden Betroffene von Betroffenen beraten ("Peer Counseling").



Vormundschaften/ Pflegschaften

Manchmal können Eltern die elterliche Sorge für ihre Kinder nicht oder nicht vollständig ausüben. Die Gründe sind vielfältig und reichen von der Überforderung der Eltern über Suchtprobleme und schwere körperliche oder seelische Krankheiten bis hin zum Tod der Eltern. Eine Vormundschaft umfasst dabei alle Teile der elterlichen Sorge.

Es gibt aber auch Lebenssituationen, in denen Eltern nur für bestimmte Bereiche Unterstützung brauchen. Die MitarbeiterInnen der Caritas werden dann in Teilbereichen im Rahmen einer Pflegschaft tätig, z. B. in den Bereichen

  • Personensorgerecht

  • Vermögenspflege

  • Gesundheitsfürsorge

  • Aufenthaltsbestimmungsrecht

  • Jugendhilfeangelegenheiten

Der Caritasverband für Stadt und Landkreis Passau e.V. übernimmt seit November 2017 Vormundschaften und Pflegschaften in Stadt und Landkreis Passau.

Caritasverband ehrt Herbert Spittler

Vier Herren umrahmen eine Dame mit Blumenstrau�Dank an den neuen Ehrenvorsitzenden (v.l.) Aufsichtsratsvorsitzender Raimund Kneidinger, Herbert und Christine Spittler, Geschäftsführender Vorstand Ralph Schmieg und Pfarrer Josef TiefenböckCaritas

Im gut gefüllten Festsaal St. Valentin hat der Caritasverband für Stadt und Landkreis Passau e.V. ein erstes Fazit der neu umgesetzten Strukturveränderungen gezogen. Dazu gehörten eine neue Namensgebung sowie die Bestellung neuer Aufsichtsräte aus Politik, Klerus, Wirtschaft und Verbänden.
Ralph Schmieg, geschäftsführender Vorstand, dankte den Anwesenden "für ihr Interesse an den Leistungen, Aktivitäten und Menschen im Verband sowie für das ausgesprochene Vertrauen und das Engagement im Bereich gelebter Nächstenliebe." Auch in seinem neuen Namen seien zwei bisher bislang isoliert agierende Verbände zusammengeführt. Für das Geschäftsjahr 2016 bescheinigte Thomas Schneider von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Consilia GmbH dem Verband eine sehr gute Entwicklung. Auf Antrag von Dieter Süßmann-Wudy, Vorsitzender des Pfarrcaritasvereins Breitenberg-Sonnen, erteilten die Mitglieder einstimmig die Entlastung.
Die Aktivitäten der Geschäftsstelle, der Sozialstationen, Fachstellen und weiteren Einrichtungen rundeten den Tätigkeitsbericht ab. Die Qualifizierung pflegender Angehöriger und die umfassende Beratung stand erneut im Fokus der landkreisweiten Fachstellen. 51 Helfer schlossen das kostenlose Fortbildungsangebot des Verbands ab. Sie unterstützen damit in ihrer Freizeit pflegende Angehörige und bieten direkt Entlastung im Pflegealltag.
Neben Angeboten der Mobilen Pflege bieten Allgemeine Sozialberatung und Wohnungslosenhilfe vielen Menschen, die durch Arbeitslosigkeit, Scheidung, Sucht, Unfall, Krankheit, Behinderung oder andere Ursachen in Notsituationen geraten, unbürokratische Hilfe vor Ort an. 2016 konnten die Mitarbeiterinnen der Allgemeinen Sozialberatung durch die Teilnahme am EU-Projekt "Mein Wohnraum" die Angebote vor allem für wohnungslose Menschen erweitern und optimieren. Gemeinsam mit den Projektpartnern Herzogsägmühle und Caritas Ingolstadt setzt der Caritasverband für Stadt und Landkreis Passau e.V. dieses Förderprojekt in Passau um.
Dienst am Nächsten kann nur von Menschen für Menschen geübt werden - in diesem Sinne wandte sich geschäftsführender Vorstand Ralph Schmieg in seinem Schlusswort an die Mitarbeiter und sprach auch das aktuelle Problem des Fachkräftemangels im Pflegebereich an: "Wir hoffen weiterhin trotz Fachkräftemangel kontinuierlich Pflegefachkräfte gewinnen, Menschen dadurch bestmöglich daheim zu betreuen, aber auch die Chancen auf einen wertvollen Beruf eröffnen zu können."
Dem langjährigen ehemaligen Vorsitzenden Herbert Spittler wurde bei der Veranstaltung besonders gedankt. Raimund Kneidinger, Vorsitzender des Aufsichtsrats, übergab die Urkunde mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Spittler war 1989 in die Vorstandschaft gewählt worden und von 1997 bis zur Umstrukturierung 2016 Vorsitzender des Verbands.

Neue Schulungsangebote 2018 für Interessierte, Betroffene, Angehörige

Ab Frühjahr 2018
Fachstelle für pflegende Angehörige in Tittling
Pflege Dich wie Deinen Nächsten

In fachlich geleiteten Gesprächsgruppen finden sich pflegende Angehörige jeden dritten Montag im Monat in entspannter Runde und geschütztem Rahmen zusammen, tauschen ihre Erfahrungen aus und teilen Freud und Leid  miteinander. Mögliche Themen sind:
•    Besprechung aktueller Thematiken, Belastungen, Probleme, Fragen
•    Informationen und Wissensvermittlung zu Krankheitsbildern und Themen rund um die Pflege
•    Information über Entlastungsmöglichkeiten
•    Erfahrungsaustausch mit Gleichbetroffenen
•    Beleitung im Pflegeprozess
•    Erarbeiten von neuen Handlungsstrategien  und neuen Perspektiven im Pflegeprozess
•    Stärkung des Pflegenden - Selbstpflege

Termine: Jeweils Montags ab 19:00
19.02.; 19.03.; 16.04.; 14.05.; 18.6.; 16.7.; 17.9; 15.10.; 19.11.; 17.12.

Caritas - Zentrum Tittling, Dreiburgenstr. 39, 94104 Tittling
Tel.: 08504/92133; E-Mail ab.fuerstenstein@caritas-pa-la.de
Ansprechpartnerin: Kaltenecker  Heidi

Fachstelle für pflegende Angehörige in Hauzenberg
Pflege Dich wie Deinen Nächsten

Termine: Jeweils Montags ab 19:00
19.02.; 19.03.; 16.04.; 14.05.; 18.6.; 16.7.; 17.9; 15.10.; 19.11.; 17.12.

Caritas - Zentrum Hauzenberg, Eckhofkeller 6, 94051 Hauzenberg
Tel.: 08586 / 97 60 33 35; E-Mail ab.hauzenberg@caritas-pa-la.de
Ansprechpartnerin: Kaltenecker  Heidi


Gesprächskreis Demenz für Angehörige in Vilshofen - Demenz mitten im Leben - Erfahrungsaustausch, Hilfe und Sorgen teilen
Neue Termine 2018, jeweils Donnerstags ab 18:00 - 20:15 Uhr
15.02., 15.03, 12.04., 17.05, 14.06., 19.07., 13.09., 11.10., 15.11.
Ansprechpartnerin und Kursleiterin: Annemarie Ritzinger
Caritas Fachstelle für pflegende Angehörige Vilshofen
Maximilianstr. 1a
94474 Vilshofen
Tel.: 8541-9199721
E-Mail ab.vilshofen@caritas-pa-la.de

 

Fachdienst Integrationsbegleitung (FIB)

FIB steht für...

...Fachdienst Integrationsbegleitung des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Passau e. V. . Damit bieten wir Institutionen, Ämtern und Organisationen Begleitung für neuzugewanderte junge Erwachsene in Schul- und Berufsausbildung mit erhöhtem Unterstützungsbedarf. Dazu zählen u. a. :

  • Unterstützung der Jugendlichen bei der Suche nach geeigneten Praktika und Ausbildungsplätzen und bei Bedarf Ansprechpartner für Betriebe
  • Begleitung während der Ausbildung
  • Interkulturelle Wissensvermittlung und Vorbereitung der Jugendlichen auf die Eigenschaften der deutschen (Arbeits-) Kultur
  • Unterstützung bei asylrechtlichen Fragen

Hintergrund ist der wachsende Bedarf an Begleitung von jungen Erwachsenen, die zum einen keine oder wenig Jugendhilfe erhalten und zum anderen aus den Berufsintegrationsklassen in reguläre Schulklassen wechseln. Diese jungen Erwachsenen benötigen oftmals noch mehr fachliche Unterstützung im Bereich Bildung, Arbeitsmarkt und Asyl, aber auch emotionalen Rückhalt, um die letzten Schritte in die Selbständigkeit erfolgreich gehen zu können. Unser Ziel ist es, diese jungen Erwachsenen beim Erwerb des Bildungsabschlusses und der Integration in den Arbeitsmarkt zu begleiten.


Das größte Lob für ein Unternehmen

v.l.n.r.:Kandlbinder, Kasberger, Steininger, Schmieg, Blöchl, Saxinger, Schulzv.l.n.r.:Kandlbinder, Kasberger, Steininger, Schmieg, Blöchl, Saxinger, SchulzCaritas

"Welches Lob könnte für einen Arbeitgeber schöner sein, als langjährig, verbundene Mitarbeiterinnen für deren Dienste auszeichnen zu dürfen”, betonte Geschäftsführender Vorstand Ralph Schmieg am 05.12. im Rahmen der feierlichen Mitarbeiterehrung. Der Pflegebereich ist kein einfaches Pflaster - es bedarf Empathie, Zuverlässigkeit und Kompetenz. Diese Atribute  weisen unsere Jubilarinnen auf, verknüpfen und verstärken dieses zudem mit persönlichem Einsatz der vorwiegend den Menschen, die wir begleiten, zu Gute kommt.

"Ich habe mich bewusst für diesen Job entschieden. Ich wollte immer schon dort helfen, wo Hilfe direkt nötig ist; und ich wollte schon immer mit Menschen zu tun haben - und genau DAS setze  ich nun seit 25 Jahren um”, so Manuela Steininger, Pflegedienstleiterin in der Caritas Sozialstation Hauzenberg, als Sie die Ehrung für Ihre Dienste entgegennahm.  Aber was sind eigentlich die Tätigkeiten in der Ambulaten Pflege? Sie reichen von Gesundheitspflege und Patientenbetreuung, hauswirtschaftlicher Unterstützung über Beratung für Patienten und Angehörige bis hin zum
einfach da sein, einfach mal reden oder einem Lächeln.

Für 15 Jahre in Diensten der Caritas wurden weiters geehrt: Frau Viktoria Kandlbinder, Frau Ulrike Saxinger bereits seit 10 Jahren sind bei uns "mit an Bord” sind Frau Gertrud Schulz, Frau Doris Kasberger und  Frau Petra Blöchl. Resümierend bemerkten die Damen, eigentlich sehr einhellig: es ist bestimmt nicht immer alles einfach, eitel Wonne Sonnenschein - aber das ist es in keinem Beruf.   Bei uns liegt Freude und Traurigkeit sehr nah beisammen. Zum Glück sind wir  ein super Team - können gemeinsam lachen aber auch gemeinsam innehalten und trauern - wenn der Alltag
auch mal nicht so schöne Ereignisse bereit hält.

Seniorentage in Passau

seniorentageModeratorin Eva-Maria Popp (li), Martin Kronawitter, Pflegedienstleiter Passau-Stadt und Mitorganisatorin Bianca Mattern (re) am Stand der Caritas.

Bereits zum dritten Mal fanden die Seniorentage in der Stadtgalerie Passau statt. Center Manager Olaf M. Kindt zeigte sich sehr erfreut darüber, dass man mit den Seniorentagen auch der älteren Generation wieder ein interessantes Themengebiet anbieten kann. Auf die Seniorinnen und Senioren, aber auch alle anderen interessierten Gäste, wartete ein abwechslungsreiches Programm mit vielen kostenlosen Beratungsangeboten unter anderem auch persönliche Beratung für alle Fragen rund um das Thema "Pflege" beim Stand des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Passau e.V..- vertreten durch Pflegedienstleitung Martin Kronawitter (Passau-Stadt) und der Sozialstation Hauzenberg.

 

Mit den Flüchtlingen reden - nicht über sie

Fremd und manchmal hilflos: So fühlen sich nicht nur manche Flüchtlinge in Deutschland, sondern oft auch ihre Helfer. Vor allem, wenn es neben den Unterschieden auch noch ein Trauma zu überwinden gibt. Ulrike Imm-Bazlen und Anne-Kathrin Schmieg haben ein Buch geschrieben, das den Helfern helfen soll.

buch

 

Dieses Buch bietet das nötige Grundlagenwissen zur Begleitung von traumatisierten Menschen und das Wissen um Methoden, die auch bei geringen Deutschkenntnissen angewendet werden können. Unter anderem werden darin folgende Fragen beantwortet: Was ist ein Trauma? Wie entsteht es? Wie kann es erkannt werden? (Klappentext) Wer einen verständlichen Überblick und fachlich genaue Erklärungen zum Thema traumatische Störungen sucht, gleichzeitig aber auch Hilfe bei der praktischen Arbeit mit Flüchtlingen, ist mit diesem Buch bestens beraten. Das Buch will insgesamt Mut machen, Motivation stärken und dabei helfen, innere Ressourcen als Helferin oder Helfer zu erschließen."- Zitat Gert Scobel

Anne-Kathrin Schmieg verantwortet seit 2015 den Infrastruktur- sowie Betreuungsangebot Auf- und Ausbau für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Passau. Bis zu insgesamt 3800 Jugendliche und Kinder konnten bislang in den "Hochzeiten" des Flüchtlingsstroms in Passau durch die Leistungen des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Passau e.V. betreut und versorgt werden. Anne-Kathrin Schmiegs und Mit-Autorin Ulrike Imm-Bazlen's Erfahrungen helfen in dem neuen Ratgeber allen weiter, die mit Flüchtlingen arbeiten oder arbeiten möchten, auch in Fällen, wenn Rahmenbedingungen alles andere als optimal sind.

Durch den Kauf des Buches unterstützen Sie den Verein "Gemeinsam leben & lernen in Europa e.V." Aber das Buch ist weit mehr als "pure" Wissensquelle. Die Schilderungen kommen aus der Flüchtlingsarbeit, aus der täglichen Praxis, daher kann es ein absolut spannendes Buch für alle werden, denen es um die Menschen "hinter" der Geschichte geht und die hautnah erfahren wollen, wie gelingende Flüchtlingsarbeit organisiert werden kann. Es lädt LeserInnen zu einer Entdeckungsreise zu sich selbst ein. Aber am besten, Sie lesen selbst nach... in Passau erhalten Sie das Buch im Domladen sowie in ausgewählten Buchhandlungen.

Wir haben eine der Autorinnen im Haus Pax in Schweiklberg besucht -hier können Sie den aktuellen Filmbeitrag sehen.

Ausgezeichnete Pflegeleistung

AuszeichnungKCV-Vorstand Hans Gschwendtner überbrachte Glückwünsche an Pflegedienstleiterin Rosmarie Lindinger (Mitte) und ihre Stellvertreterin Maria Simmet (links).

Rund 120 Patienten in den verschiedenen Pflegestufen werden derzeit von den 26 Mitarbeiterinnen der Caritas Sozialstation Vilshofen-Aldersbach betreut. Die Sozialstation zeichnet sich durch eine sehr hohe Patientenzufriedenheit aus. Die hohe Qualität wurde bei der Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), bei der der Pflegedienst mit der Note 1,0 ausgezeichnet wurde, bestätigt. Das Team der Caritas betreut Patienten in den Gemeindegebieten Ortenburg, Aldersbach, Vilshofen, Hofkirchen und Windorf zu jeder Tages- und Nachtzeit, 365 Tage im Jahr. Der Pflegedienst bietet eine kompetente Beratung in allen Fragen rund um die Pflege. Diese ist individuell auf den Patienten abgestimmt und ist selbstverständlich nach einem Krankenhausaufenthalt in enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten und den Angehörigen sichergestellt.